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	<title>Lieber Linux &#187; Standards</title>
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	<description>Linux und Open Source Software im Blog</description>
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		<title>Quirks und Co</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 17:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Begriffe in der Informatik, die man über Jahre kennt und trotzdem nicht genau erklären kann. Mir gehts es zum Beispiel beim Begriff Quirks so. Gerade heute ließ ich mich dazu hinreißen, auf den aktuellen Kernel in Version 2.6.30.4 umzusteigen. Während des Kompilierens rauschten die Dateinamen wild durch das Terminal&#8230; Plötzlich stand dort eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Begriffe in der Informatik, die man über Jahre kennt und trotzdem nicht genau erklären kann. Mir gehts es zum Beispiel beim Begriff <em><strong>Quirks</strong></em> so.</p>
<p>Gerade heute ließ ich mich dazu hinreißen, auf den aktuellen <strong>Kernel</strong> in Version 2.6.30.4 umzusteigen. Während des Kompilierens rauschten die Dateinamen wild durch das Terminal&#8230; Plötzlich stand dort eine Datei namens <em>quirks.o</em> eines PCI-Treibers. Und just heute dachte ich mir: &#8220;Mal sehen, was das überhaupt ist.&#8221; <a href="http://dict.leo.org">Leo</a> teilte mir mit, quirks heißt <em>&#8220;die Mucken</em>&#8220;. Nun, Schwaben verstehen darunter kleine stechende Biester, im hochdeutschen als Mücken bekannt. Aber das kann es doch nicht sein?</p>
<p><em><strong>quirk</strong></em> alleine bringt weiter. Denn quirk heißt &#8220;<em><strong>Macke</strong></em>&#8220;. Ganz konkret kümmert sich die Datei um Wenn man also einen PCI-Treiber schreibt, dann tut man gut daran, sich an den Standards zu orientieren. Eigentlich sollten das ja alle tun. Doch wenn Hardware-Hersteller ihre Chips mit weniger und weniger Material und Kosten herstellen wollen, sparen sie sich manchmal auch das Standardverhalten ab. Die Folge: Die Treiber-Software muss ausbügeln, was die Hardware nicht hält. Also muss jede dieser Hardware-Macken eine Erkennung des Chips samt Umgehung des Fehlers programmiert werden. Klingt hoffentlich logisch.</p>
<p>Der erhoffte Einspareffekt von 1 Cent am Chip ist natürlich schnell weg: Hunderte, wenn nicht tausende User werden den Grafikkarten-, Motherboard- oder Wasauchimmer-Herstellern die Hotlines vollheulen, warum das dumme Ding nicht tut, was es tun soll! Bis die Hersteller ihren Kopf eingeschalten haben, ist auf jeden Fall der Programierer gefragt, die Welt zu retten. Danke also, Billig-Hersteller &#8211; ihr gebt einer ganzen Generation von Programmierern Arbeit! <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Anders der <em><strong>Quirks Mode</strong></em> des Internet Explorers. Er bügelt keine Hardware-, sondern einen Strategie-Fehler von Microsoft aus. Dennoch hat das auch etwas mit dem Nichtbeachten von Standards zu tun. Insofern sollte es in Redmond besser heißen: <strong><em>It&#8217;s not a bug, it&#8217;s a quirk!</em></strong></p>
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