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	<title>Lieber Linux &#187; Linux</title>
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	<description>Linux und Open Source Software im Blog</description>
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		<title>Update des Linux-Kernel auf 2.6.35.3</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2010/08/update-des-linux-kernel-auf-2-6-35-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 14:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Kernel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung, liebe Linux-Freunde: Der neue Kernel 2.6.35.3 ist wirklich allen ans Herz gelegt &#8211; seit dem vor einigen Tagen eine weitreichende Sicherheitslücke bekannt wurde, die allen X-Applikationen einfachen root-Zugang ermöglicht hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Achtung, liebe Linux-Freunde: Der neue Kernel 2.6.35.3 ist wirklich allen ans Herz gelegt &#8211; seit dem vor einigen Tagen eine weitreichende Sicherheitslücke bekannt wurde, die allen X-Applikationen einfachen root-Zugang ermöglicht hat.</p>
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		<title>Herzliche Glückwünsche</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2010/07/herzliche-glueckwuensche/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 07:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Witziges]]></category>
		<category><![CDATA[Administrator]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Kollegen, wir feiern heute wieder den System Administrator Appreciation Day. In diesem Sinne wünsche ich allen Linux-Administratoren alles Gute und immer kühle Nerven und Serverräume! Möge die Crontab mit Euch sein! (Die anderen haben ja ihre Turnschuhe ).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Kollegen,</p>
<p>wir feiern heute wieder den <strong>System Administrator Appreciation Day</strong>. In diesem Sinne wünsche ich allen <strong>Linux</strong>-Administratoren alles Gute und immer kühle Nerven und Serverräume! Möge die <strong>Crontab</strong> mit Euch sein! (Die anderen haben ja ihre Turnschuhe <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ifup und ifdown versus ifconfig</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2010/03/ifup-und-ifdown-versus-ifconfig/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 19:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[eth0]]></category>
		<category><![CDATA[ifconfig]]></category>
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		<category><![CDATA[IP]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal fragt man sich schon, wieviele Wege nach Rom führen mögen. Zum Beispiel kann man unter Linux eine Netzwerk-Karte (hier genannt eth0), unter zig Varianten konfigurieren und aktivieren. Zum einen gibt es # ifconfig eth0 up zum anderen aber auch # ifup eth0 wie auch # ip link set eth0 up Ich habe mich schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal fragt man sich schon, wieviele Wege nach Rom führen mögen. Zum Beispiel kann man unter <strong>Linux</strong> eine <strong>Netzwerk</strong>-Karte (hier genannt <em>eth0</em>), unter zig Varianten <strong>konfigurieren</strong> und aktivieren.</p>
<p>Zum einen gibt es</p>
<pre># ifconfig eth0 up</pre>
<p>zum anderen aber auch</p>
<pre># ifup eth0</pre>
<p>wie auch</p>
<pre># ip link set eth0 up</pre>
<p>Ich habe mich schon immer gefragt: &#8220;Was ist da der Unterschied?&#8221; Nun, zu <strong>ifconfig</strong> konnte ich folgendes herausfinden:</p>
<ul>
<li><em>ifconfig</em> nimmt Netzwerk-Parameter aus der Kommandozeile entgegen</li>
<li><em>ifconfig</em> kann mehrere Schnittstellen konfigurieren: <em>ifconfig eth0 eth5 eth6 up/down</em></li>
<li><em>ifconfig</em> lädt bzw. entlädt die <strong>Treiber</strong> zur Karte &#8211; dies führte zum Beispiel bei den e1000-Karten zu Problemen</li>
</ul>
<p><strong>ifup</strong> und <strong>ifdown</strong> dagegen verhalten sich ein wenig anders:</p>
<ul>
<li><em>ifup</em> und <em>ifdown</em> lesen die Netzwerk-Konfiguration aus <em>/etc/network/interfaces</em> aus</li>
<li><em>ifup</em> und <em>ifdown</em> können mit dem Parameter -a alle in <em>/etc/network/interfaces</em> aufgelisteten Netzwerk-Geräte konfigurieren</li>
<li><em>ifup</em> und <em>ifdown</em> laden oder entladen keine Treiber</li>
<li><em>ifup</em> und <em>ifdown</em> rufen ihrerseits ifconfig auf &#8211; das kann man in den binaries sogar nachlesen!</li>
</ul>
<p>Das Märchen, ifup und ifdown seien nur <strong>Skripte</strong>, ist Unfug. Es sind kompilierte, binäre ELF-Programme.</p>
<p>Ebenso ein Märchen: Das Kommando <strong>ip</strong> sei ganz neu. Es ist ist seit Kernel 1.2 vorhanden, bietet auch ähnliche Parameter wie <em>ifconfig</em> und arbeitet ebenso wie <strong>ifconfig</strong> auf direkter Kommandozeilen-Ebene und direkt mit dem Kernel. <em>ip</em> möchte eigentlich soviel wie möglich nach außen sichtbar machen, was der <strong>Linux</strong>-<strong>Kernel</strong> alles mit <strong>IP</strong>-Adressen und Routing anstellen kann. Und das ist wirklich eine ganze Menge! Insofern sei nur ans Herz gelegt, auch mal <em>ip</em> eine Chance zu geben.</p>
<p>PS: Ich glaube, das <em>if</em> aus <em>if</em>xxx steht immer für <em>interface</em>, was eigentlich mächtig ungenau ist&#8230;</p>
<p>PS2: Eine einfache Adress-Konfiguration erreicht man als Root mit:</p>
<pre># ifconfig eth0 &lt;IP-Adresse&gt; netmask &lt;Netzwerk-Maske&gt;
# route add default gw &lt;Gateway-Adresse&gt;
</pre>
]]></content:encoded>
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		<title>Aktionswoche Enterprise ausgerufen</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2010/02/aktionswochen-enterprise-ausgerufen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 19:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[DRBD]]></category>
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		<category><![CDATA[SAN]]></category>
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		<description><![CDATA[In der nächsten Woche werden Holger und ich uns mit richtig großen &#8220;Enterprise&#8221;-Themen beschäftigen.  In unserer Aktionswoche stehen leckere Menüs wie SAN, zum Beispiel über  iSCSI, DRBD, aber auch Cluster mit gfs2 und LVM auf dem Speiseplan. Auf der Beilagenseite schauen wir uns dazu die Nutznieser des SAN an: ESXi und vSphere Server, MSSQL 8.0 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der nächsten Woche werden Holger und ich uns mit richtig großen &#8220;Enterprise&#8221;-Themen beschäftigen.  <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In unserer Aktionswoche stehen leckere Menüs wie SAN, zum Beispiel über  iSCSI, DRBD, aber auch Cluster mit gfs2 und LVM auf dem Speiseplan. Auf der Beilagenseite schauen wir uns dazu die Nutznieser des SAN an: ESXi und vSphere Server, MSSQL 8.0 und Sage KHK Office Line 5.1 gilt es zu beschnuppern. Einem Dessert von Samba3/4 wäre ich auf jeden Fall nicht abgeneigt&#8230;Ihr seht schon: Linux at its best wird eine große Rolle spielen. Hier hat Holger auch schon mächtig vorgearbeitet, da bin ich glatt neidisch&#8230; <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Falls noch Zeit abfällt, gibt es  Groupware-Server im Vergleich (Univention&#8217;s UCS / OpenXchange versus Debian / Kolab2), womit ich meine letzte Zeit verbrachte. Bin schon mal gespannt, wer das Hauptgericht des 2-Gänge-Menü wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein klares Statement</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2009/12/ein-klares-statement/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 23:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach einem zentralem Kalender bin ich auf das Projekt DAViCal gestoßen. Auf dessen Homepage steht dieses schöne Zitat: &#8220;We use Debian GNU/Linux for this, but other people use various different versions of Linux, FreeBSD, Mac OSX and even Microsoft Windows. We definitely do not recommend using Windows for this unless you are [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Suche nach einem zentralem Kalender bin ich auf das Projekt <a href="http://rscds.sourceforge.net/">DAViCal</a> gestoßen. Auf dessen Homepage steht dieses schöne Zitat:</p>
<p><em>&#8220;We use <a href="http://www.debian.org/">Debian GNU/Linux</a> for this, but other people use various different versions of Linux, FreeBSD, Mac OSX and even Microsoft Windows.  We definitely do not recommend using Windows for this unless you are completely hobbled by silly internal IT policies and have to do so.&#8221;</em></p>
<p> <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>PS: Jetzt würde ich mir nur noch wünschen, dass es auf MySQL statt Postgresql läuft &#8211; wobei ich mir vorbehalte, diese Meinung nach dem Oracle-Sun-Deal zu überdenken&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>KDE: Kurze Unstimmigkeiten im Debian-Testing-Archiv</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 13:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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		<category><![CDATA[Package]]></category>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit ist die bei Linux-Usern am meisten beliebte KDE-Desktop-Umgebung (K Desktop Environment) in Version 4.3.1 im Testing-Zweig der Debian-Paket-Archive von einem Problem betroffen. Das Package kdebase-workspace-bin ist mit einer Abhängigkeit zu libxklavier15 in mindestens Version 4.0 gekennzeichnet, welches jedoch (noch) nicht im Archiv für apt oder aptitude referenzierbar ist.Dort liegt noch die Version libxklavier12, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit ist die bei <strong>Linux-</strong>Usern am meisten beliebte <strong>KDE</strong>-Desktop-Umgebung (<em>K Desktop Environment</em>) in Version 4.3.1 im <strong>Testing</strong>-Zweig der <strong>Debian</strong>-Paket-Archive von einem <strong>Problem</strong> betroffen. Das Package <em>kdebase-workspace-bin</em> ist mit einer Abhängigkeit zu <em>libxklavier15</em> in mindestens Version 4.0 gekennzeichnet, welches jedoch (noch) nicht im Archiv für apt oder aptitude referenzierbar ist.Dort liegt noch die Version <em>libxklavier12</em>, welche wohl zur neuen inkompatibel ist.</p>
<p>Das Paket <em>kdebase-workspace-bin</em> ist daher nicht installierbar. Ganz konkret bedeutet dies, dass zur Zeit der <strong>X Display Manager</strong> (zB kdm, gdm oder xdm) <span style="color: #ff0000;">keine <strong>KDE</strong>-Anmeldung</span> durchführen kann. In diesen Fall wird dann auf den nächsten <strong>Window Manager</strong> ausgewichen, was bei mir zur Zeit icewm ist. icewm ist klein und schnell und bietet fast alles, was man so braucht. Aber ich freue mich natürlich darauf, dass demnächst KDE wieder in geordneten Bahnen verläuft. <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fedora 12 &#8211; User dürfen doch keine Software installieren</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2009/11/fedora-12-user-duerfen-doch-keine-software-installieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 21:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Fedora]]></category>
		<category><![CDATA[root]]></category>
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		<description><![CDATA[Das für Fedora 12 geplante &#8220;Feature&#8220;, dass normale Nutzer Software installieren dürfen, ist wieder zurückgenommen worden. Die ausgelöste Protestwelle war wohl stärker als der Innovationswille gegen das seit Unix-Urzeiten gültige Prinzip &#8220;nur Root darf alles&#8221;. An sich waren da ja noch andere Voraussetzungen für den Benutzer nötig: Eine grafische X-Session direkt am Rechner, die Installation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das für <strong>Fedora 12</strong> geplante &#8220;<strong>Feature</strong>&#8220;, dass normale Nutzer <strong>Software installieren</strong> dürfen, ist wieder zurückgenommen worden. Die ausgelöste Protestwelle war wohl stärker als der Innovationswille gegen das seit Unix-Urzeiten gültige Prinzip &#8220;nur Root darf alles&#8221;.</p>
<p><span id="more-667"></span></p>
<p>An sich waren da ja noch andere Voraussetzungen für den Benutzer nötig: Eine grafische X-Session direkt am Rechner, die Installation nur aus der hinterlegten <strong>Paketquelle</strong> und die einwandfreie Prüfung der Paket-Signaturen. Das heißt, eigentlich war die <strong>Änderung im PolicyKit</strong> genau für den OCPL-Fall (&#8220;<em>One Child per Laptop</em>&#8220;) gedacht. Und der ist ja nun wirklich Alltag, wenn man mal von Firmenrechnern oder (Web-)<strong>Servern</strong> absieht. Jeder Löffel hat doch mittlerweile eine eigene IP und Webseite.</p>
<p>Ich muss sagen, ich fand den <a href="http://www.heise.de/open/artikel/Die-Woche-Sicherheit-oder-Komfort-863972.html">Kompromiss</a>-Vorschlag von Alexandra Kleijn zunächst sehr gut: Solange nur ein Nutzer angelegt ist, kann er Software-Pakete nachinstallieren. Sobald ein zweiter Account hinzukommt, geht das nicht mehr. Das würde wohl die gängigsten Fälle abdecken. Aber auch hier gibt es noch offene Fragen und Gedanken.</p>
<p>So können Benutzer eventuell aus einem <strong>LDAP</strong>-Verzeichnis kommen. Der einzige Nicht-Root-Account auf dem Rechner gehört dann vielleicht einem unprivilegierten <strong>ssh</strong>-Zugang für den Admin, der root-Anmeldungen per ssh verbieten möchte. So sollte dieser unprivilegierte Nutzer in diesem Fall auch keine Software nachschieben können.</p>
<p>Das nächste Ding ist die vielfältige Natur der Unix-Nutzeraccounts: Drucker-daemon, Samba-Server oder ftp-Dient: Oft hat jede Software einen eigenen Account, um eine lokale Sicherheitslücke einer Applikation oder eines Dienstes nicht weiter ausnutzbar zu machen &#8211; eine gute Sache, wie ich finde. Wer also eine neue Linux-Distribution ausrollt, hat womöglich bereits 20 Einträge in <em>/etc/passwd</em>, ohne diese im Details zu kennen.</p>
<p>Das beste ist wohl, man fragt im Installationsprozess einfach nach. Dann macht&#8217;s jeder wie Nolte &#8211; und der machte es ja bekanntlich, wie er wollte. <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Windows ist ungesund</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2009/09/windows-ist-ungesund/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 14:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bildschirmarbeit ist doch ätzend. Neben den Augen werden auch Hände, Handgelenke, Unterarmsehnen und der Rücken arg in Mitleidenschaft gezogen. Jeder kennt zwar diese platten Tipps von Krankenkassenmagazinen, man solle sich regelmäßig bewegen, den Rücken durchstrecken oder gar Dehnübungen im Büro machen. Doch eine echte Programmieraufgabe erfordert halt, sich ganz tief in das Problem hinein zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildschirmarbeit ist doch ätzend. Neben den Augen werden auch Hände, Handgelenke, Unterarmsehnen und der Rücken arg in Mitleidenschaft gezogen. Jeder kennt zwar diese platten Tipps von Krankenkassenmagazinen, man solle sich regelmäßig bewegen, den Rücken durchstrecken oder gar Dehnübungen im Büro machen. Doch eine echte Programmieraufgabe erfordert halt, sich ganz tief in das Problem hinein zu versetzen und so in einen &#8220;Zustand des Fließens&#8221; zu gelangen. Da ist man schnell für eine ganze Stunde unansprechbar, der Körper sitzt extrem unbeweglich vor der Tastatur verankert. Und wenn man auch mal Zeit hat Luft zu holen &#8211; Gymnastik neben dem Kollegen macht aber nicht jeder gern. Zunächst wird man erst einmal Tisch und Stuhl in die bestmögliche Position bringen, um die Belastungen zu minimieren.</p>
<p><span id="more-622"></span></p>
<p>Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Laptop habe ich mir Bücher unter den Rechner gelegt, damit ich den Kopf nicht immer auf Höhe des Displays senken muss. Daneben besorgte ich mir eine besonders leicht laufende USB-Tastatur, die ich direkt am Rand des Schreibtischs zum Körper platziert habe. Ich merkte sofort, wie viel weniger Belastung nun auf meinen Schultern liegt. Nun kann ich länger &#8220;fließen&#8221;, ohne meinen Körper zu schinden. <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Abgesehen von dieser &#8220;Grundbelastung&#8221; durch die Arbeit am Computer scheint aber noch ein weiterer Punkt ganz wichtig zu sein: Die Maushand. Ich kenne mittlerweile zwei Leute, die ihre Maus zumindest für einige Zeit auf die jeweils andere Handseite gewechselt haben. Damit wollen sie chronischen Rückenschmerzen vorbeugen. Die assymetrische Arbeitsweise legt sich wohl ganz schön auf die Haltung. Wer also viel klickt oder mit GUI&#8217;s arbeitet, sollte mal schauen, wie sich der Arm der Maushand bewegt. Liegt die Maus zu weit weg? Muß ich mich strecken, um an sie zu gelangen? Verspannt sich mein Nackenbereich beim Verschieben der Maus?</p>
<p>Mit Linux, und besonders als Programmierer mit Linux, bin ich da ganz glücklich außen vor. Das Tippen in einer Konsole ist relativ nah am früheren Arbeitsmodell mit der guten alten Schreibmaschine. Wenn man zusätzlich mit einem Headset telefoniert, vermeidet man auch die ungesunde Telefonhörer-in-Schulter-klemm-Technik, mit der man Physiologen zur Weißglut bringen könnte.</p>
<p>Unter Windows gibt es allerdings so gut wie keine Gelegenheit, die Maus mal sprichwörtlich links zu lassen. Viele Funktionen von großen Programmen haben (in der deutschen Version) keine Tastatur-Shortcuts, vor allem Kontextmenüs zu Objekten auf der jeweiligen Arbeitsoberfläche fehlt ein tastengestützter Zugang. Die visuelle Bearbeitung ist zunächst sehr intuitiv, doch die schnellste und ergonomischste ist sie oft nicht.</p>
<p>Sicherlich kann man nicht jeden zur Arbeit an der Textzeile verdonnern, das ist klar. Linux strebt auch bei Programmen für Office oder Internet einen GUI-Weg an, und nur wahre Linux-Fans sind mit der Texteingabe glücklich. Selbst wenn man von Windows auf Linux umsteigt, heißt das also noch lange nicht, dass man die Maushand los wird. Klar ist auch: ein &#8220;Bild sagt oft mehr als tausend Worte&#8221;, und &#8220;Wer schreibt, der bleibt&#8221; &#8211; diese Sprüche kennt jeder. Vor allem in großen Firmen will jeder mit rundgelutschten Präsentationen glänzen und seine Vita aufbessern. Und das &#8220;papierlose Büro&#8221;Â  tut das seinige dazu.</p>
<p>Aber die Gesundheit sollte doch immer den Vorzug bekommen, damit man auch jenseits der 40 noch Spaß am Arbeiten hat. Allen Leidgeklagten kann daher ich nur anraten, ihre Arbeitsweise genauer unter die Lupe zu nehmen: Was für Programme brauche ich wirklich, um mein Arbeitsergebnis zu erzielen? Wieviel Software ist nötig, was ist zuviel? Reicht ein Telefonat mit einer guten Erklärung, oder muss es immer ein Vortrag mit Powerpoint sein, um jemandem etwas näher zu bringen? Oft wird unsinnigerweise ein dickes Word gestartet, wo es eine einfache Textdatei auch gemacht hätte. So kann man den Mausaufwand wenigstens reduzieren. Und das ist doch auch schon etwas wert.</p>
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		<title>Einen neuen Rechner deinstallieren</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2009/07/einen-neuen-rechner-deinstallieren/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 17:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Administrator einer kleinen Firma komme ich hin und wieder in den Genuss, neue Rechner einzukaufen oder Rechner in das Netzwerk zu integrieren. Nach ein wenig Erfahrung darin muss ich sagen, dass es da genau zwei Wege gibt: Fall A: der Windows-Rechner Du kaufst dir einen neuen Windows-Rechner, dazu alle Lizenzen, die du benötigst. Nachdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Administrator einer kleinen Firma komme ich hin und wieder in den Genuss, neue Rechner einzukaufen oder Rechner in das Netzwerk zu integrieren. Nach ein wenig Erfahrung darin muss ich sagen, dass es da genau zwei Wege gibt:</p>
<p><span id="more-594"></span></p>
<h3>Fall A: der Windows-Rechner</h3>
<p>Du kaufst dir einen neuen Windows-Rechner, dazu alle Lizenzen, die du benötigst. Nachdem du gesagt hast, du brauchst die Installations-CDs, falls die Festplatte mal kaputt geht, legt man dir eine Recovery-CD bei &#8211; RechnerwechselÂ  verboten! <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  Danach schaltest du den Rechner an, und gefühlte 500 Test-Programme versuchen wie wild, alles über dich nach Hause zu funken, was irgendwie greifbar ist. Die Performance des Rechners geht jetzt schon in die Knie. Nach zwei Tagen hast du den größten Mist bereinigt, doch der Rechner ist immer noch lahm. Dann stellst du fest, dass zwar 4 Programme zur Netzwerkverwaltung gleichzeitig aufschreien, wenn du das Kabel reinsteckst, aber weder PDF gelesen noch sorgenfrei gesurft werden kann. Der PDF-Reader schröpft mit satten 470 MB die letzten verfügbaren Ressourcen schon im Autostart ab, während MSN Messenger stets aufploppt, wenn du gerade dein Passwort in eine Webseite eintippst.</p>
<p>Eine springende Büronadel will wissen, ob du dich über dieses 60-Tage-Word weitere Jahre ärgern willst. Du lehnst dankend ab, doch richtig bereinigen kann man das System davon nicht mehr. Nach weiteren 2 Tagen hast du soweit alles klar, Firefox und Open Office sind installiert, Drucker auch, Netzwerk auch.Â  Nach Grafiktreibern, Bildschirmgröße, Antialiasing, 2 Stunden Gruppenrichtlinien und letztlich mehreren Systemneustarts hast du endlich das Gefühl, Windows hat erstmal keine weiteren Fragen. Da kommt schon das erste Windows Update um die Ecke und dein Virendienst sagt dir, dass die Definitionen 3 Tage alt sind, ein Update aber nur für zahlende Kunden möglich ist. So richtig zum Arbeiten bist du bis dahin noch nicht gekommen.</p>
<h3>Fall B: der Linux-Rechner</h3>
<p>Du kaufst dir einen neuen Rechner von einer Firma, die dich am Telefon fragt, welches OS du willst. Du sagt &#8220;Debian Lenny&#8221;Â  und sie sagenÂ  &#8220;OK&#8221;. Nachdem du den Rechner auspackst, sind allerlei Prüfprotokolle über die Hardware beigelegt. Alles scheint in Ordnung. Du schaltest den Rechner an, siehst kurz grub, danach nur knappe Zeilen über die wenigen installierten Dienste und schließlich ein ruhig blinkenden Cursor nach einem noch ruhigeren &#8220;Login&#8221;:</p>
<pre>Login: _</pre>
<p>Der Beipackzettel nennt dir das Root-Passwort, und dann gehört der Rechner dir. Passwort geändert, und mit einer Zeile wie dieser sind die wichtigsten Pakete installiert:</p>
<pre>apt-get install xorg xdm icewm iceweasel iceweasel-l10n-de openssh-server xfstt mc xpdf</pre>
<p>Danach kümmerst du dich um den oder die Nutzer, zum Beispiel über LDAP und NFS, und trägst den Rechner an seinen Bestimmungsort &#8211; alles weitere lässt sich per ssh nachrüsten. <img src='http://www.lieber-linux.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Multitrack-Recording unter Linux &#8211; Teil 1 &#8211; Audio-Setup mit Jack</title>
		<link>http://www.lieber-linux.de/2009/06/multitrack-recording-unter-linux-teil-1-audio-setup-mit-jack/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 08:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nudge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[alsa]]></category>
		<category><![CDATA[audio]]></category>
		<category><![CDATA[JACK]]></category>
		<category><![CDATA[Kernel]]></category>
		<category><![CDATA[Qjackctl]]></category>
		<category><![CDATA[Soundkarte]]></category>
		<category><![CDATA[USB]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurück zur Übersicht: Multitrack-Recording unter Linux mit Ardour, Qjackctl und Hydrogen So, ich wollte wie angekündigt den recht knappen Artikel über Multitrack-Recording in seinen Einzelteilen näher erläutern, also werdet ihr nach und nach wirklich alles erfahren, was notwendig ist. Heute zunächst Teil 1, und den widme ich dem Thema Audio-Setup. Das bedeutet, wir bringen unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Multitrack-Recording unter Linux mit Ardour, Qjackctl und Hydrogen" href="/2009/06/multitrack-recording-unter-linux-mit-ardour-qjackctl-und-hydrogen/">Zurück zur Übersicht: Multitrack-Recording unter Linux mit Ardour, Qjackctl und Hydrogen</a></p>
<p>So, ich wollte wie angekündigt den recht knappen Artikel über <strong>Multitrack-Recording</strong> in seinen Einzelteilen näher erläutern, also werdet ihr nach und nach wirklich alles erfahren, was notwendig ist. Heute zunächst Teil 1, und den widme ich dem Thema <strong>Audio-Setup</strong>. Das bedeutet, wir bringen unsere <strong>Soundkarte</strong> dazu, unter Linux das zu tun, wofür sie gebaut wurde, nämlich Audio rein- und rauszulassen.</p>
<p><span id="more-584"></span><br />
Das konkrete Beispiel ist die <strong>Roland-Edirol UA-3</strong>, die es wiegesagt in dieser simplen Form nicht mehr gibt, sondern mit allerlei eingebauten Effekten. Wer&#8217;s braucht&#8230; Auf jeden Fall ist die UA-3 Karte eine <strong>Empfehlung für Hobby-Musiker</strong> am Rechner, weil sie als externe USB-Soundkarte beim Wandeln nicht jedes Festplattengeräusch mit aufnimmt. Die Wandlung ist wirklich viel klarer, auch wenn nur in 16 Bit Tiefe. Des weiteren hat sie einen Gitarren- und einen Mikrophon-Eingang, falls man wirklich gar nichts an externen Geräten mit hat. Ich habe keine Erfahrung mit diesen beiden Eingängen, ich setze eher auf extra Preamps und würde die Eingänge im Normalfall nicht benutzen. Ein Fader regelt beide Eingänge. Daneben gibts einen Cinch-Stereo-Eingang, auch mit einem Fader regelbar, einen Cinch-Ausgang und einen 3,5mm-Klinke-Kopfhörer-Ausgang, regelbar durch einen großen Drehregler mit Fingerversenkung. Sogar einen optischen Digital-Eingang und -Ausgang gibts da dran. Alles wird über <strong>USB</strong> mit Strom versorgt, also einfach reinstecken und benutzen (sogenanntes <em>Plug&#8217;n'Pray</em>). Ich glaube, ich habe für das gute Stück vor Jahren etwa 160 Euro bezahlt und möchte es nimmer missen. Auch falls man mal etwas DJ am Rechner spielt, kann man sie als zusätzliche Soundkarte anstöpseln und Songs über den Kopfhörer vorhören.</p>
<h3>Soundkarte im Kernel mit den alsa-Treibern aktivieren</h3>
<p>Um professionelles Audio mit Linux zu betreiben, gibt es die<strong> JACK-Audio-Schnittstelle</strong>. Ich werde weiter unten noch näheres dazu erläutern, jetzt ist nur wichtig, <em>dass</em> wir JACK brauchen werden. JACK arbeitet mit unterschiedlichen Backends, die die jeweilige Hardware anbindet, unter anderem auch alsa, welches Teil des Kernels ist. Die UA-3 hat einen <strong>alsa-Treiber</strong>. Also aktivieren wir einfach die Kernel-Unterstützung, um so die UA-3 später mit Soundprogrammen nutzen zu können. Da die Soundkarte über USB angeschlossen wird, verwendet der <strong>Linux-Kernel</strong> das Treiber-Modul <em>snd_usb_audio</em> dafür:</p>
<pre>lx:/home/nudge# lsmod | grep snd
snd_usb_audioÂ Â Â Â Â Â Â Â Â  78784Â  1
snd_usb_libÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  15808Â  1 snd_usb_audio
snd_seq_midiÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  6176Â  0
snd_rawmidiÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  21216Â  2 snd_usb_lib,snd_seq_midi
snd_hwdepÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  7044Â  1 snd_usb_audio
snd_intel8x0Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  29084Â  2
snd_ac97_codecÂ Â Â Â Â Â Â  102692Â  1 snd_intel8x0
ac97_busÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â  1600Â  1 snd_ac97_codec</pre>
<p>Wir müssen also zur Benutzung der Karte nichts machen außer das Kernel-Modul vorrätig haben. Dazu verwendet man am besten einen sehr aktuellen Kernel, damit die darin verbauten alsa-Treiber auch recht aktuell sind. Wer eine der größeren Distributionen verwendet, sollte das schon in diesem Zustand haben.</p>
<p>In Ausnahmefällen sollte man darüber nachdenken, seinen eigenen Kernel zu basteln, wenn man ernsthaft über größere Audio-Projekte nachdenkt. Auf diesem Wege lässt sich das eigene System viel mehr auf Echtzeit- und Multimedia-Fähigkeiten optimieren. So kann man die <strong>Kernel-Timer-Frequenz</strong> auf 300 Hz anheben, <strong>Realtime-Unterstützung</strong> aktivieren, viele unnütze Dinge abschalten und den Kernel verschlanken, den <strong>Scheduler</strong> wählen und nicht zuletzt die Unterbrechungen (= <strong>Preemption</strong>) des Kernels auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es gibt natürlich auch Distributionen, die das bereits perfekt aufsetzen, aber nicht jeder mag eine eigene Distro für Sound-Arbeiten installieren.</p>
<p>In der Praxis sollte also hier nix zu tun sein. Stöpselt eine USB-Karte ran und ihr solltet dieselben Module aufgelistet bekommen. Wenn nicht, dann ran die Buletten, am besten einen Freund fragen, wenns Probleme beim Kompilieren gibt.</p>
<h3>Plug in the JACK!</h3>
<p>Endlich läuft die Karte im allgemeinen unter Linux, und nun gehts in Richtung &#8220;professionelles Audio&#8221;. Dazu noch wie oben angekündigt ein paar Worte zu JACK im allgemeinen. Einige sehr kluge Linuxer haben vor vielen Jahren schon über die bestmögliche <strong>Architektur</strong> von Audio unter ihrem Lieblingsbetriebssystem nachgedacht und sind zu einer Lösung namens JACK gekommen. JACK (auf Deutsch soviel wie &#8220;Klinkenstecker&#8221;) ist ein Akronym für <strong>J</strong>ack <strong>A</strong>udio <strong>C</strong>onnection <strong>K</strong>it. Das verrät schon die Architektur: Audio-Programme und Audio-Hardware werden verbunden über JACK. JACK ist also eine Art Mischpult oder <strong>Sound-Router</strong>, an den sich Programme wie auch Hardware, beide als <strong>Jack-Clients</strong>, anschließen lassen. JACK-Clients registrieren sich am Router und sagen, wieviele Audio-Ein- und Ausgänge sie bieten, ob Midikanäle da sind etc. Die angebotenen Ein- und Ausgänge stehen dann allen anderen Jack-Clients wieder zur Verfügung, um sich daran anzustöpseln. Ein sehr cooles Prinzip, denn so können verschiedene Autoren ganz unterschiedliche <strong>Sound-Software</strong> schreiben (Synthies, Drum-Sequencer, Mixer, Plugins wie Effekte), und diese müssen nur als JACK-Clients ausgerüstet werden, um miteinander reden zu können.</p>
<p>Jack kommt im allgemeinen in den Paketquellen der gängigsten Distributionen vor. Allerdings ist es ratsam, sich die aktuellen Quellen aus dem <strong>Subversion</strong> zu ziehen und Jack selbst zu kompilieren, möchte man in den Genuss der allerneuesten Ausgabe kommen. Da man das vielleicht öfters macht, hier ein kleines <strong>Helfer-Script</strong> dazu:</p>
<pre>#!/bin/sh
echo "Get new jack..."
cd /usr/local/src/jack/
svn co http://subversion.jackaudio.org/jack/trunk/jack

echo "Compile new jack..."
cd /usr/local/src/jack/jack
make clean &amp;&amp; ./configure --disable-portaudio --disable-oss --enable-optimize &amp;&amp; make &amp;&amp; make install</pre>
<p>Um die UA-3 ordentlich mit Realtime-Fähigkeiten unter JACK benutzen zu können, sollte man den JACK-Dienst mit ausreichend Berechtigung starten. Es ist linux-ethisch nicht optimal, aber ich starte dazu meist eine X-Session unter root mit <strong>icewm</strong>, einem Mini-Fenstermanager, der zudem die Systemlast rechts unten neben dem Datum immer anzeigt. Für Audio-Sachen optimal für mich. Dann starte ich <strong>Qjackctl</strong>, eine Kontroll-GUI für den <strong>jackd-Dienst</strong> mit einer netten Qt-Oberfläche. Im folgenden Screenshot sieht man meine Einstellungen für die UA-3 mit dem selbst kompilierten JACK-Dienst <em>/usr/local/bin/jackd</em>.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 578px"><img title="Audio Setup der Edirol UA-3 unter Qjackctl" src="/bilder/090621-qjackctl-roland-edirol-ua3-usb.jpg" alt="Audio Setup der Edirol UA-3 unter Qjackctl" width="568" height="361" /><p class="wp-caption-text">Audio Setup der Edirol UA-3 unter Qjackctl</p></div>
<p>Das Setup mag nicht optimal sein &#8211; es gibt sicherlich bessere, performantere oder audiophilere Einstellungen. Für ein paar Hobbyaufnahmen bin ich damit zufrieden. Auch die <strong>Latenz</strong> von damit erreichbaren 23 ms (bzw. 46 ms Ein- und Ausgang) stört mich nicht, da ich keine Abhör-Effekte im Rechner nutze. Das ist das gute an externen <strong>Preamps</strong>: Unerreichbare Latenz und bessere Systemstabilität durch weniger Last! Man könnte ebenso die Pufferzahl auf 4 erhöhen, das merkt dann man nur daran, dass die Audio-Programme noch ein paar Zehntelsekunden länger spielen, wenn man auf Stop drückt.</p>
<p>Wer allerdings das <em>aufgenommene</em> Signal vorhören möchte, muss versuchen, Latenzen von 6ms oder weniger zu erreichen. Dazu am besten die Frames pro Periode auf 512 oder gar 256 drücken, und dann die Pufferanzahl auf 2 begrenzen. Nur einen Puffer würde ich nicht empfehlen, das könnte schnell zu Aussetzern führen. Allerdings ist so ein Setup auch deutlich systembelastender. Mein Tipp: Vermeiden! Lieber externes Equipment verwenden.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Wir haben&#8217;s geschafft, unser Rechner ist (fast) vorbereitet auf <strong>Multitrack-Recording</strong> unter Linux. Die Sounds werden nun per JACK-Dienst zwischen Hard- und Software geroutet. Wer <strong>Band-Aufnahmen</strong> mit mehr als nur ein paar Spuren plant, wird wohl an <strong>Ardour</strong>, <em>dem</em> Mehrspur-Recorder, und <strong>Hydrogen</strong>, <em>dem</em> Drum-Sequencer unter Linux, nicht vorbeikommen. Also wird es beim nächsten Mal um die restliche Software zur Aufnahme gehen. Also bis dann!</p>
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