Nudge am 03.12.2015

Von Hunden und Katzen

in Events, Philosophisches | Tags: Atlassian, Autismus, Confluence, Gunter Dueck, HipChat, JIRA, Omnisophie, Trilogie

Letzten Dienstag war ich in Berlin zum Communardo Confluence & JIRA Community Day. Da wurde natürlich viel über die Atlassian-Tools berichtet, demonstriert und gefachsimpelt. Aber das war eigentlich nur eine Randnotiz dieses besonderen Tages.

Zu JIRA selbst war noch einmal Atlassian’s neue Strategie ein Thema, eine breitere Zielgruppe anzusprechen. Dazu ist JIRA ab Version 7 in die Ableger JIRA Software, JIRA Core und JIRA Business aufgeteilt. Während JIRA Core der Basisbestandteil aller Ausgaben darstellt, ist JIRA Software die Fortführung der bisherigen JIRA-Variante, die sich für Teams eignet, die Software erstellen. JIRA Business fokussiert sich auf – wie der Name es schon andeutet – Business Teams, zum Beispiel die Buchhaltung oder den Vertrieb. Dahinter steckt der Gedanke, dass es letztlich in allen Teams einer Firma darum geht, Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Mein Server läuft schon mit JIRA Software 7, hier finde ich die neue Seitenleiste in Projekten eine tolle Sache, in der Shortlinks zu Backlog oder dem aktuellen Sprint integriert sind. JIRA geht hier den Weg der vorkonfigurierten Best Practices, zum Beispiel einer Standard-Sprintlänge von 2 Wochen. In diese Seitenleiste kann man aber auch eigene Links integrieren, und so kann man hier auf das Repository oder Dokumentationen verlinken. So wird das JIRA-Projekt zur zentralen Anlaufstelle des Teams.

Die Enttäuschung über die zuletzt sehr spärlich ausgefallenen Änderungen an Confluence wurden mit großen neuen Ankündigungen weggewischt. So soll es vermutlich im Frühjahr ein Release (von Version 6?) geben, die endlich (sigh!) erlaubt, die Spaltenbreite in Tabellen steuern zu können. Außerdem sollen Stylevorlagen erweitert werden. Was aber der Hammer werden wird: Die Confluence-Seiten werden pre Edit-in-Place ad hoc bearbeitbar, und das auch von mehreren Benutzern gleichzeitig! Wow. Da staunte der Saal nicht schlecht.

Insgesamt ging es auch noch einmal um HipChat. Das Tool hatte ich bisher unter “Naja, noch ein Chat-Programm” abgetan. Aber die Integration in die bestehende Landschaft von JIRA, Confluence und Bitbucket (früher) Stash und die dauerhafte Archivierung darin macht die Sache natürlich interessanter. Ebenso das Argument, dass die Konversation nicht über Redmond läuft.

In den Tracks waren ein paar gute Sachen dabei, zum Beispiel eine Session zum Testmanagement in JIRA selbst, oder Erfahrungen mit JIRA Service Desk, einer relativ jungen Software für das Issue Tracking. Mit dem Gedanken, dies einzusetzen, hatten wir schon ein bißchen gespielt. Insofern war es für mich ein Ziel für diesen Tag, mir das Ding genauer anzugucken. Mit meinem Nebensitzer fand ich dann auch einen Nutzer, den ich mit Fragen löchern konnte. Da hatte sich der Besuch schon gelohnt.

Glücksmomente

Das Coolste an der Veranstaltung war aber die eröffnende Keynote von Gunther Dueck mit dem Titel “Artgerechte Haltung im digitalen Zeitalter”. Ich hatte schon ein paar Reden von Dueck im Netz angeschaut und würde mich spontan wahrscheinlich auch als Fan bezeichnen. Aber dieser Vortag hat mich nochmal voll umgehauen. Ich gebe zu, meine Vorspannung und Erwartungshaltung war groß, doch ich wurde nicht enttäuscht.

Gunther Dueck: Artgerechte Haltung im digitalen Zeitalter

Im Vortrag ging es natürlich um IT, aber die Story drehte sich interessanterweise um Hunde und Katzen, deren Charaktere und Vorlieben. Und was das mit Software-Entwicklern, Sales-Leuten und Projektmanagern zu tun hat. Hochamüsant! Die Lacher hatte er ganz klar auf seiner Seite. Und interessanterweise ist die eine oder andere Phrase immer wieder in Vorträgen des Tages aufgegriffen worden. Insofern war es eine tolle Keynote, die der Veranstaltung ihren eigenen Stempel aufdrückte. Erwähnenswert vielleicht: Auf seiner Homepage gibt es einen Link zu einem AQ-Test, mit dessen Hilfe man seinen eigenen Autismus-Wert bestimmen kann. “Gesunde” Menschen sollten da bei ca. 15 Punkten rauskommen, Entwickler bei ca. 23 :-).

Und nun habe ich beschlossen, es mir zu geben: Die volle Dueck-Trilogie, bestehend aus den Büchern Omnisophie, Supramanie und Topothesie. Der Band wiegt, trotz dünnem Paperback, in Gänze dann schon knapp 1,8 kg. Wow, das sollte genügend Lesestoff für die Wintersaison geben! ^^

Dueck's Trilogie 2.0


Das mark ich mir: Alltagz Mr Wong Yigg Del.icio.us Yahoo MyWeb Blinklist Google folkd
 

2 responses to “Von Hunden und Katzen”

  1. Nudge says:

    Hallo Erik,

    ist hiermit geschehen.

    Viele Grüße
    Mathias

  2. Erik Soulier says:

    Lieber Linux,

    mein Name ist Erik und ich arbeite für Atlassian.
    Vielen Dank für Ihren Beitrag vom ‘Confluence & JIRA Community Day’. Ich habe mich gefreut zu sehen, dass Sie uns erwähnt haben. Daher wollte ich kurz bei Ihnen nachfragen, ob Sie Atlassian, insbesondere die deutsche Internetseite zu JIRA (https://de.atlassian.com/software/jira) in Ihrem Beitrag verlinken könnten? Da meine Kollegen und ich uns stets darum bemühen, neue Artikel rund um Atlassian Produkte zu schreiben, bin ich mir sicher, dass Ihre Leser davon auch profitieren würden. Wenn Sie sich kurz ein paar Minuten Zeit dafür nehmen würden, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie mir jederzeit gerne schreiben.

    Viele Grüße,
    Erik

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