Nudge am 06.05.2009

WLAN im Getränke-Lager

in Netzwerk | Tags: Access Point, Frequenz, Getränke, Lager, WLAN

Ich habe mich schon gewundert, warum ein WLAN so gut, und das andere im Lager so schlecht funktioniert.

Nun habe ich endlich Zeit gefunden, etwas darüber zu recherchieren. Und siehe da, es ist mal wieder ganz einfach. Allerdings handelt es sich um eine Kombination aus zwei Gründen. Und das lässt mich vermuten, das es nicht einfach wird, eine befriedigende Lösung für das WLAN im Getränke-Lager zu finden. Doch alles der Reihe nach.

Zum einen liegen die WLAN-Frequenzen (im Band von 2,411 – 2,485 GHz) nahe dran an der Eigenresonanzfrequenz von Wasser, welche 2,45 GHz beträgt. Das ist auch die Frequenz, die von Mikrowellen benutzt wird. Treffen diese Schwingungen mit einer Wellenlänge von circa 13cm auf Wassermoleküle, so beginnen sich diese zu bewegen und erwärmen sich. Der erwünschte Effekt tritt bei der Mikrowelle recht schnell ein: das Teewasser kocht. Anders beim WLAN: Die absorbierte Energie schwächt das Netz, und wenn genügend absorbierendes Material zwischen Sender und Empfänger vorhanden ist, bricht die Verbindung ab. Wenn also hohe und dicke Paletten von Getränken die Sicht versperren, so hat auch WLAN keine Chance, die Flüssigkeiten zu durchdringen und eine stabile Übertragung zu gewährleisten.

Zum anderen wirkt das aus Stahl konstruierte Fachbodenregal negativ auf die Ausbreitung der WLAN-Frequenzen: In seiner Konstruktion von Boden bis Decke umschließt es quasi den mobilen WLAN-Client und bildet einen Faraday’schen Käfig, der die Strahlung zwar nicht absorbiert, aber ähnlich einem Schutzschirm vom Inneren des Käfigs ablenkt. Das konnte ich visuell am Client beobachten: Mit jedem Schritt in das Regal hinein nahm die Stärke des vom Router gesendeten Signals deutlich ab – obwohl fast noch Sichtkontakt zwischen Access Point und Empfänger bestand.

Was also tun? Stärkere Sender? Von Cisco habe ich Router gefunden, sich angeblich besonders für schwierige Umgebungen eignen. Die benutzen wohl Kollissionsdetektoren und können Problemfelder dann dynamisch aussteuern. Der Preis ist entsprechend hoch: 4- bis 5-mal teuer als ein normaler (guter) AP…Hmm.

So, das wars von hier. Fühlt euch genudget! 😉


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