Nudge am 14.07.2008 um 09:03

Kilo Mega Giga Tera Peta …

in Lokales | Tags: fdisk, Hardware, Linux, Terabyte

Was meldet mein fdisk denn da?

> Command (m for help): p

> Disk /dev/sdb: 1000.2 GB, 1000204886016 bytes
> 255 heads, 63 sectors/track, 121601 cylinders
> Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

Wahnsinn, eine 1-Terabyte-Platte…

Früher war alles schrecklich. Computer waren in meiner Teenager-Zeit, verglich mit heute, so flexibel wie Taschenrechner. Die Kommunikation war schwierig über 2400er Modems aufzubauen, und einige KB waren schon etwas. Als Pascal-Programmierer schaute ich immer neidisch auf die, die sich mit C oder sogar Assembler auskannten. Deren Programme flutschten einfach mal, sogar auf unserem 4-MHz-286er, noch ohne Co-Prozessor, aber mit 20 MB Festplatte und Bernstein-Monitor.

Viel lag natürlich auch an der Art zu programmieren. Da war ich einfach noch nicht so weit. Als ich später auf C umstieg und viele meiner kleinen Progrämmchen umschrieb, ging mir oft ein Licht auf.

Aber vorbei ist die Zeit, als man noch performant programmieren musste. Heutzutage verdoppelt sich die Rechenkapazität einfach in kürzerer Zeit, als ein Software-Lebenszyklus dauert. Man kann wunderwar komplexe Datenbank-Logiken in VBA tippen, ohne sich um so etwas wie Optimierung, Ladezeiten, Speicher oder auch Plattenplatz zu sorgen – jeder hat von allem genug. Spitze! Jetzt kann man sich endlich auf das Problem konzentrieren.

Was will auch der Nutzer mit performanten Programmen? Einen 0815 Word/Excel/Internet-Nutzer erreichen Optimierungen eh nicht. Und die Hardware-Industrie freuts, denn hier lassen sich wunderbar immer neue Bedürfnisse nach Aufrüstung befriedigen. Immer mehr Platz, Speicher, Hertz, Flops oder Cores..

Aber ich prophezeie hiermit offiiziell das Comeback der Optimierung!

Der einfache Grund hierfür wird die Green IT sein. Mobilität und Miniaturisierung der Rechnenleistung wird bestimmend sein für unsere weitere Existenz auf diesem Planeten. So wie sich zur Zeit Autos mit hohem Spritverbrauch der Wirtschaftlichkeitsfrage stellen müssen, werden Hardware und Software ihren Nutzen gegenüber ihren Kosten rechtfertigen müssen. Herstellungskosten, Materialverbrauch, Umweltbelastung, Stromverbrauch oder Lärmbelastung sind viele Faktoren, an denen die IT noch viel verbessern kann. Und die Optimierung der Anwendungen auf so wenig Verbrauch wie möglich wird dabei wieder eine größere Bedeutung zukommen.

Und da freue ich mich jetzt schon drauf. :)


Das mark ich mir:
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