Nudge am 26.01.2012 um 19:58

Eplus kündigen

in Mobile, Witziges | Tags: Eplus, Saftladen, Schleimige Callcenter-Agents

Es macht richtig Spaß, Eplus zu kündigen.

Nachdem man jahrelang Kunde war, bekommt man als Verlängerungsbonus überteuerte “Smartphones” zum Abbezahlen. Meine Reaktion darauf war die Kündigung.

Sehr witzig: Seitdem ruft mich der Kundenservice jeden Tag persönlich an. Ich sagte Eplus zwar, dass ich das nicht möchte, aber sie probieren es trotzdem jeden Tag neu. Wenn das so weitergeht, schick ich das Anrufprotokoll mal an die Verbraucherzentrale. Die finden sowas auch immer sehr witzig.

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Nudge am 06.12.2011 um 00:19

CIFS verzögert Shutdown in Debian

in Linux, Tipp | Tags: CIFS, Debian, Problem, Shutdown

Manche Sachen nerven, aber wenn es nicht allzu nervt, geht man eine Lösung nie an: Wenn man CIFS-Freigaben gemountet hat, sollten diese natürlich beendet (umount) werden, bevor die Netzwerkverbindung abgebaut wird. Dazu kennt Debian verschiedene Kill-Scripte in /etc/rc6.d/ beziehungsweise /etc/rc0.d/. Das Problem an der Stelle ist, dass in den reboot- oder shutdown-Modus per init erst gewechselt wird, wenn KDE sich fertig abgemeldet hat. Dann ist allerdings auch unter Umständen die per NetworkManager aufgebaute WLAN-Verbindung im Eimer.

Ein Grund mehr, Netzwerk-Verbindungen nicht im Desktop, sondern in /etc abzufackeln – warum sollte ein gewöhnlicher Nutzer einen Rechner in ein fremdes Netzwerk schleusen dürfen? Viel zu riskant, sagt da der Admin! Auf der anderen Seite nicht ganz so zeitgemäß. Der Trend geht eher zum Zweitrechner, und es gibt wohl mehr Rechner als Root-Accounts auf dieser Welt. Jeder ist also Root, und deshalb darf auch jeder seinen Rechner im Desktop dahin einstöpseln, wovon ihn sowieso nur noch ein beherztes sudo trennt.

Um das nervige Problem zu beenden, habe ich mir heute ein eigenes shutdown-Script geschrieben, welches myshutdown heißt und unter /usr/local/bin liegt. Es umountet also erst alle aktiven CIFS-Drives und beendet dann den Rechner per shutdown -h now. Zugegebenermaßen ein sehr krudes Mittel, weil KDE natürlich auch gern sauber beendet werden möchte, aber man kann es leider nicht allen recht machen.

#!/bin/bash

MNT=`mount | grep "type cifs" | cut -d' ' -f 3`
for mntpoint in $MNT
do
        umount $mntpoint
done

/sbin/shutdown -h now

Das ganze Script mit chmod a+x,u+s für alle ausführbar machen und wer will, kann das noch in die /etc/sudoers eintragen:

nudge   ALL=(ALL) NOPASSWD:/usr/local/bin/myshutdown

Das ganze kann man dann per khotkeys auf das KDE-Standard-Shutdown-Kürzel Strg + Alt + Bild runter mappen. Und schon gehts tierisch schnell ab in den Keller mit dem Rechner. Keine Timeouts beim Abwarten auf ein CIFS-Drive ohne Netzwerk mehr – hier sind 300 Sekunden Timeouts nicht Ungewöhnliches.

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Nudge am 10.11.2011 um 21:58

IPv6 – der wieder einmal erste Schritt

in Web | Tags: IPv4, IPv6

Jetzt geht es wohl endlich wirklich mit IPv6 in der Massenversorgung los? Wie heise.de berichtete, startet ein US-Kabelunternehmen mit einem Dual-Stack, also IPv4 und IPV6 aus einer Leitung. Damit ist vielleicht endlich das Henne-Ei-Problem der IPv6-Einführung gebrochen, welches die neue Netzwelt bisher lähmte.

Witzig ist bei Dual-Stack immer die Vorstellung, IPv4 und IPv6 ist wie warmes und kaltes Wasser aus einem Wasserhahn…

 

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Nudge am 14.10.2011 um 10:01

Scrum-Standups in Kanban-Workflows?

in Projektmanagement | Tags: Board, Kanban, Scrum, Standup, Workflow

Scrum und Kanban sind keine Gegensätze. Beide agilen Projektmanagement-Methoden lassen sich eigentlich wunderbar kombinieren. Allerdings nicht immer und überall. Letzte Woche kam mir eine Idee, das täglich Standup, was bisher nach Scrum verlief, etwas zu Kanban-isieren. Wie das geht, möchte ich Euch kurz vorstellen.

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Nudge am 25.09.2011 um 21:34

Eingeschnappt – aber mit System

in Buch-Tipps, Philosophisches | Tags: Effizienz, Management, Philosophie, System, Zeit

Ich habe gestern den Moment des “Einschnappens” erlebt. Nicht so, wie ihr jetzt denkt, emotional. Ich bin anders, ins systemische Denken “eingeschnappt”. Der Moment des Einschnappens wurde mir im Buch Work the System von Sam Carpenter gleich zu Beginn angekündigt. Und gestern war es dann soweit. Ich las gerade Kapitel 6, da machte es “schnapp”. Mir kamen gleich mehrere Sub-Systeme in den Sinn, wo ich einen Verbesserungsbedarf im Prozess entdeckte. Da ist man dann schon ungeduldig, wann man das endlich in der Praxis umsetzen kann – am Montag, wenn das Wochenende endlich wieder vorbei ist. ;-)
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Nudge am 17.09.2011 um 09:44

MySQL: Die soziale Schere geht auf

in MySQL, Open Source | Tags: Community, LibreOffice, MySQL, OpenOffice, Oracle

Es war zu erwarten. Aber das es so deutlich wird, hat mich dann doch etwas schockiert. Oracle beschert der Open-Source-Datenbank zwar hier und da neue Features, aber die eigentliche Arbeit der Enterprise-Variante. Damit ist das geschaffen, was wohl Sinn und Zweck des Kaufs war: Wer im High-Performance-Bereich auf Datenbanken baut, wird wohl oder übel tief in die Tasche greifen müssen, Community-Editionen bringen die Leistung nicht. Vielen Dank, Oracle, das war kein Beitrag zu MySQL.

Dabei war MySQL seit Jahren berühmt für seine unkomplizierte, initiale Geschwindigkeit, die andere Datenbanken erst durch einen ganzen Beraterstab und viel Cluster-Foo erreichten. In diesem Sinne hat auch MySQL zum Erfolg des Internet beigetragen: Wieviele Foren, Blogs, Boards und Websites laufen nicht auf einer kleinen MySQL? Wenn MySQL später als Version Oracle 13m erscheinen wird, hat diese Linie ein Ende gefunden.

Die verschiedenen Clones dagegen kämpfen derweil mit organisatorischen Schwierigkeiten oder dem zerrissenen Publikum. Jedes der Projekte bietet eine eigene Welt von Vor- und Nachteilen. Damit ist keine gesunde Community vorhanden, die die Software zum Wachsen braucht. Es wäre Zeit, diese zu einem freien Pendant wieder zusammenzuführen. Dass es funktionieren kann, zeigt LibreOffice: Mit zügigen Releases wurde auf technischen Vorteil gesetzt, während in Villa Bajo noch Aktien gezählt wurden. Ich bin überzeugt, OpenOffice wird eines Tages wieder in LibreOffice eingegliedert.

PS: Wer das maximale aus seiner MySQL herausholen will, sollte sich unbedingt meinen Buch-Tipp hier rechts anschauen. Dieses dicke Ding ist voll von Erleuchtungen für den Performance-Jünger!

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Nudge am 12.09.2011 um 11:23

Rolling Release in Ubuntu und Debian

in Linux | Tags: Debian, Rolling Release, Ubuntu

Wenn Ubuntu heute über einer absolut “neuen” Idee des Rolling Release brütet, dann kann man als Nutzer von Debian Testing  darüber nur müde lächeln. Rolling Release ist dort einfach Standard. Und zwar nicht, wie im Vorschlag benannt monatlich, sondern ein echtes Rolling Release, ohne Timeboxing. Da gibts jeden Tag frische Software.

Ansonsten kann ich den Vorschlag von Scott Remnant nur begrüßen: Persönlich möchte ich nie wieder ein System benutzen, bei dem ich jedes halbe Jahr um die Gesundheit meines Rechners bangen muss.

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Nudge am 19.08.2011 um 14:24

HTC Desire und Gingerbread – Sag mir quando, sag mir wann

in Mobile | Tags: Android, Desire, Gingerbread, HTC, Update

Besitzer von Android-Handys befreien sich so langsam aber sicher von den Gängeleien ihrer Provider und Hersteller. Diese verzichten immer öfter darauf, Android zu “verbranden“. Branding bedeutet, das vorher fluffige Telefon mit unnützem Schnickschnack vollzustopfen oder Funktionen zu verbiegen, damit es so aussehe, als hätte man ein (T|Eplus|O2|HTC|etc)-Gerät. Dabei entsteht dann ein Quasi-Brick mit gewissen Anleihen eines echten Smartphones.

Was hat sie bewogen, dies zu tun? Weil es Trend, schick oder nerdy ist? Oder sehen sie auch langsam ein, dass sie nicht wirklich Schritt halten können mit Googles Entwicklungs-Geschwindigkeit? Immer mehr Hersteller, darunter auch HTC, öffnen nun ihre Bootloader von den Sperren oder erlauben explizit sogar Custom ROMs für ihre Geräte. Davon kann sich Apple für’s iPhone 4 noch eine Scheibe abschneiden. Ist also alles in Butter?

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Nudge am 25.07.2011 um 09:28

Debian Testing erneuert Libre Office

in Linux | Tags: Debian, LibreOffice, OpenJDK, Testing

Das in Debian Testing enthaltene Libre Office hat heute eine Neuerung erfahren. Die verwendete Versionsnummer wurde von 3.3.2 auf 3.3.3 angehoben. Neue Features sind damit nicht verbunden, eher kleinere Bugfixes. Libre Office benennt in den Release Notes die Version folgendermaßen:

“This is the third update to the stable version of LibreOffice.
It contains only safe code fixes and translation updates, and is considered safe for production use.”

Außerdem verweist das Projekt an dieser Stelle auf Ungereimtheiten mit der Java-Umgebung von Sun (jetzt Oracle). Es wäre daher besser, OpenJDK zu verwenden. Um auf dieses umzustellen, verwendet man am besten update-alternatives:

$ sudo update-alternatives --config java

Es gibt 4 Auswahlmöglichkeiten für die Alternative java (welche /usr/bin/java bereitstellen).

  Auswahl      Pfad                                      Priorität Status
------------------------------------------------------------
  0            /usr/lib/jvm/java-6-openjdk/jre/bin/java   1061      Auto-Modus
  1            /usr/bin/gij-4.4                           1044      manueller Modus
  2            /usr/bin/gij-4.6                           1046      manueller Modus
* 3            /usr/lib/jvm/java-6-openjdk/jre/bin/java   1061      manueller Modus
  4            /usr/lib/jvm/java-6-sun/jre/bin/java       63        manueller Modus

Drücken Sie die Eingabetaste, um die aktuelle Wahl[*] beizubehalten,
oder geben Sie die Auswahlnummer ein:

Sollte das Sternchen anders gesetzt sein, so wählt man hier im Beispiel die 3 und bestätigt das durch Enter. fertig.

Update: Mittlerweile ist die Version 3.3.4 erschienen.

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Nudge am 22.07.2011 um 09:02

Linux wird 3

in Linux | Tags: Kernel, Linux, Microsoft

Sorry, hier wollte ich Euch natürlich nicht hinter’s Licht führen: Linux ist mittlerweile 20 (!) Jahre alt. Ein Grund zum feiern, dachte sich natürlich auch Microsoft und schickte sogar ein handgebasteltes Geburtstagsgeschenk in Form eines Video-Ständchens vorbei.

Aber heute hat der Linux-Kernel den Versionsstand 3.0 erreicht. Nachdem ich die letzten Wochen fast täglich auf www.kernel.org schaute, kam heute morgen endlich per heise.de die Erlösung: Er ist fertig. Allerdings steht er noch nicht zum Download bereit.

Wer jetzt denkt, der neue Kernel ist ca. 1,5 mal so groß wie der letzte, wird enttäuscht: Die Serie 2.6.x findet vom letzten stabilen Kernel 2.6.39.3 einen (fast) nahtlosen Übergang, der neue Kernel ist also im Prinzip 2.6.40. Nur fast, weil die Änderung der Länge der Versionsnummer nicht ganz unproblematisch war – oder vielleicht noch ist. Und um das Thema abzurunden: Auch Microsoft erscheint in der Liste der Firmen, die sich recht aktiv an der Entwicklungsarbeit beteiligten. Allerdings wurde hier angemerkt, dass die vielen Commits eher kleinere Änderungen am eigenen Hyper-V-Modul waren.

Sobald er auf www.kernel.org erscheint, werde ich zwei Rechner damit ausstatten. Dank der offiziellen Debian Kernel Configs (die zumindest auf Stand 2.6.38.2 sind) ist so ein eigens gebackener Kernel auch keine zeitraubende Konfigurationsarbeit mehr. Ich werde dann von meiner Erfahrung mit der Stabilität berichten.

Stay tuned!

 

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